Inverter Schweißgerät – Vielseitige Technik für den mobilen Einsatz

Inverter Schweißgeräte sind anderen Schweißgeräten durch ihre kompakte Bauart und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten überlegen. Schweißarbeiten an Fahrzeugen, auf Baustellen und an Bauteilen im Freien sind die häufigsten Verwendungsbeispiele. Doch Schweißinverter haben bei aller Flexibilität auch Nachteile, die es beim Kauf zu beachten gilt.

Funktionsweise und Verwendungsmöglichkeiten

Inverter Schweißgeräte bestehen aus einem robusten Gehäuse mit Trafo. Am Minus- oder Pluspol der beiden Kabel ist der eigentliche Schweißbrenner befestigt. Je nach Ausrüstung können damit verschiedene Schweißtechniken ausgeführt werden. Häufig gehört ein Schlauchsystem mitgeliefert, an dem eine Gasflasche angeschlossen werden kann. Durch Netzanschluss über ein Stromkabel kann der Schweißinverter beispielsweise zum Elektroden- oder Plasmaschweißen, für das Gasschmelzverfahren oder Fülldrahtschweißen eingesetzt werden.

Die Schweißhitze entsteht durch Gleichrichten der Netzspannung zwischen 20 und 15 kHz. Hohe Frequenzen ermöglichen dabei bessere Schweißergebnisse als niedrigere Frequenzen. Für einige Schweißverfahren gehören zum Funktionsumfang die Funktion Antistick gegen das Ankleben der Elektrode beim Schweißen, Hot-Start für kurzfristig kräftige Erhöhung der Stromstärke sowie Arc-Force-Steuerung für die Steuerung eines stets gleichen Lichtbogens.

Achtung: Ein Inverter Schweißgerät ist viel kleiner als herkömmliche Schweißbrenner. Dennoch erzeugt der Lichtbogen enorme Hitze und Funken. Es gelten daher für den Umgang mit dieser Schweißtechnik die gleichen Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsbestimmungen.

Vor- und Nachteile eines Inverter Schweißgeräts

Vor allem diese Vorteile sprechen für die Anschaffung eines Schweißinverters:

  • Leichtes Gesamtgewicht und kompakte Geräteabmessungen – somit sehr mobil
  • Ein Inverter Schweißgerät kann für unterschiedliche Schweißverfahren durch entsprechende Ausstattung verwendet werden
  • Auch ausdauernde Schweißarbeiten ohne nötige Unterbrechungen möglich
  • Präzise Arbeitsergebnisse, bei den besten Markenmodellen mit Gleich- und Wechselstrom möglich

Doch es sollten auch diese Nachteile vor dem Kauf abgewogen werden:

  • Im Vergleich zu Schweißbrennern deutlich geringe Lebensdauer
  • Trotz regelmäßiger Pflege und Wartung muss mit häufigen Reparaturen gerechnet werden
  • Anschaffungspreis selbst bei einfachsten Ausführungen beachtlich

Pflege von Inverter Schweißgeräten und Tipps zum sicheren Umgang

Zum Sauberhalten eines Schweißinverters genügt das Abstauben vor und nach jedem Einsatz. Von elektronischen Bauteilen verschwinden Staubkrümel am einfachsten mit Hilfe eines antistatischen Pinsels oder durch Abblasen mit dem Kompressor. Dem geringen Wartungsaufwand stehen häufige Reparaturen gegenüber. Die Hersteller geben hierfür eine ordentliche Herstellergarantie für zunächst kostenlose Instandsetzung. Auch nach der Garantiezeit ist von eigenmächtigen Reparaturversuchen abzuraten.

Fachwerkstätten für die Reparatur von Schweißgeräten können gewährleisten, dass anschließend wieder der sichere Betrieb für präzise Schweißergebnisse möglich ist. Je nach Gerätetyp ist der Austausch weniger Ersatzteile auch durch den Anwender selbst zulässig. Auch das beste Inverter Schweißgerät sollte hin und wieder überprüft werden, auch ohne vorherige Reparaturen. Dadurch lässt sich die Lebensdauer so hoch wie möglich halten.

Fazit

Inverter Schweißgeräte sind mobiler als fest installierte Schweißbrenner. Die kompakten Vielkönner eignen sich je nach Ausstattung für unterschiedliche Schweißverfahren. Eine ansprechende Lebensdauer lässt sich durch gute Pflege und regelmäßige Überprüfung in der Fachwerkstatt erzielen.